Was ist eine Tarot Orakel Beratung? und geschichtliche Hintergründe

Tarot Orakel Beratung ist eine Form der Lebensberatung und Lebenshilfe. Ein Orakel (entweder in Form eines Mediums oder mithilfe von Runen oder Wahrsagetafeln (Ägypten und Mesopotamien)) zu befragen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Leider sind bis auf die mündliche Weitergabe von Tradition und spärliche wissenschaftlich nachweisbare Artefakte (zb. in Form von Tontafeln auf Sumerisch und Akkadisch) kaum Nachweise bekannt.
Erst in der Antike finden sich auch schriftliche Hinweise zu Orakeln. Hier ist besonders das Orakel von Delphi als eine der wichtigsten Orakelstätten der Antike und des Abendlandes bekannt. „Gnothi seauton“ – Erkenne dich selbst. Diese Inschrift am Apollotempel in Delphi antizipiert den Sinn von Orakeln, die Selbsterkenntnis.

Schon damals gab es kleine Tontäfelchen oder Papyri, welche als Notizen der in den Orakelstätten gesprochenen Botschaften dienten und welche wiederum als Orakel-Medien im privaten Gebrauch benutzt wurden. Diese wurden oft verziert und durch Symbolik mit gewissen Botschaften und Bedeutungen versehen – mit Botschaften aufgeladen.

Ähnliche Tontäfelchen und verzierte Karten (aus Pergament, Papyrus oder Holzfaser bzw. Rinde) finden sich auch in nahezu allen Kulturen. Insbesondere im Orient war es in der Antike üblich, mit durch Symbole ziselierten „Kärtchen“ als Orakel Botschaften zu erhalten. Sehr großzügig betrachtet, können diese Täfelchen und Kärtchen schon als früher Vorläufer des Tarot (im Sinne des Tarot de Marseille) gesehen werden.

Aber der eigentliche Ursprung des noch heute in seinen Archetypen und Symbolen benutzen Tarots (des Tarot de Marseille und dessen Variationen) liegt im Hochmittelalter und deine Blüte in der italienischen Renaissance.

Ursprünglich gegen Ende des Hochmittelalters als elitäres Gesellschaftsspiel in Italien entwickelt (Tarocchi), erfuhr das italienische Tarocchi in der mystischen Atmosphäre der Renaissance besonders unter der Mitwirkung des Philosophen und Renaissancegelehrten Marsilio Ficino (1433-1499) eine magische Umdeutung zum Orakel.

Ficino war zudem an der Gestaltung der noch heute bekannten Symbolik (zb. Münzen, Stäbe, Schwerter, hermetische Symbole und die dazugehörigen Farben) beteiligt, welche von seinen Schülern der neuplatonischen Akademie, welche oft auch Künstler waren, umgesetzt wurden.

Relevante Nachweise für die Entstehung des Tarot als Orakel finden sich beispielsweise in mehreren Passagen von Ficinos „Teologia Platonica“ (Platonische Theologie) und „De harmonica animae compositione“ (Über die harmonische Zusammensetzung der Seele), insbesondere im Kapitel 34.
So wurden die ursprünglich relativ einfach gehaltenen Bilder der Tarocchi-Karten als Gesellschaftspiel mit einer magischen und hermetischen Symbolik aufgeladen und seitdem vermehrt als Orakel genutzt. Bei Ficino finden sich auch schon die ersten Einteilungen der damals noch weniger als 78 Karten in eine große Arkana (bestehend aus sogenannten „Trümpfen“, welchen größere Bedeutungen für den Seelenweg zugesprochen werden) sowie in eine kleine Arkana (bestehend aus alltäglichen Farbkarten, welche mehr auf alltägliche Problematiken eingehen sollen).

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen diese magischen Variationen des Tarocchi durch Händler und Gelehrte von Italien nach Frankreich. Dort wurden weitere Veränderungen und Farbgebungen der Motive der Tarocchi Archetypen vorgenommen, wodurch es allmählich zum „Tarot de Marseille“ wurde.
Das „Tarot de Marseille“ von damals sah ganz anders aus als das heutige unter dem Titel „Tarot de Marseille“ angebotene Kartendeck. Es gab weniger Karten, die große Arkana hatte Aspekte, die in heutigen Decks in die kleine Arkana umgelagert wurden, und es gab mehr alchemistische Symbole, die aufgrund der besseren Interpretierbarkeit auch für Nicht-Alchemisten mit der Zeit reduziert und ab etwa 1760 ganz weggelassen wurden.

Heute gibt es zahlreiche Tarot-Decks, die sich mehr oder weniger an den klassischen Motiven und Symbolen orientieren. Ich persönlich habe viele Tarot-Decks ausprobiert und wähle meine Decks nach der Intuition und vor allem nach dessen energetischer Ausstrahlung. Persönlich arbeite ich immer mit dem Deck von Luigi Scapini als Grundlage. Situativ wähle ich weitere Decks und kombiniere meine Legungen für eine Tarot Orakel Beratung mit anderen Orakel-Karten.

Wie läuft eine Tarot Orakel Beratung ab?

Neben einer spirituellen Beratung ohne explizite Verwendung von Orakel Karten kann bei mir eine Beratung auf Grundlage von Karten-Orakeln (Tarot Orakel Beratung) gebucht werden. In dieser Tarot Orakel Beratung werde ich zusammen mit dem Klienten das Tarot und je nach meiner Intuition auch andere Orakel zu den Themen des Klienten befragen.

In dieser Tarot Orakel Beratung können viele Themen behandelt werden, im Grunde sind die Themen unbegrenzt. Themen können sein: allgemeine Lebensberatung (Wo stehe ich aktuell im Leben? Was könnte mein nächster Schritt sein?), Berufsberatung (Welcher Beruf passt zu mir? Wo liegen meine Interessen und was sind meine Fähigkeiten? Was ist meine Berufung?), Beziehungsorakel und Orakel über frühere Leben und Prägungen.

Meine Legungen sind intuitiv, das heißt, ich lege die Karten so, wie ich es von geistiger Seite bekomme oder wie es mir die Karten zeigen/sagen. Ich habe festgestellt, dass jede Legung individuell ist und nie nach einer bestimmten Regel gelegt werden kann. Zumindest meiner Erfahrung nach nicht.
Die Karten haben ihre eigene Sprache und ich channele die Karten und lasse mich während einer Tarot Orakel Beratung geistig führen.

Eine Tarot Orakel Beratung kann entweder live erfolgen (Telefon/Zoom) oder zeitversetzt, indem ich vor der Legung die Situation und das gewünschte Thema des Klienten erhalte und eine Beratung und Auswertung der Legung nachträglich stattfindet.
Alternativ schreibe ich zu der gewünschten Legung einen ausführlichen Text mit Tipps und evtl. geistigen Botschaften per Mail.

Hinweis zu meinen Legungen

Ich werde grundsätzlich keine reinen „Ja“/“Nein“-Orakel sowie Entscheidungsorakel legen oder Versprechen abgeben! Ich berate lediglich auf Grundlage der Karten und den Channelings bzw. Botschaften, welche ich im Rahmen des Beratungsgesprächs bekomme. Diese sind immer Situationsbedingt und geben Einsichten in die Entwicklung und Qualität einer Situation. Für die Umsetzung der Beratung ist jede Klientin und jeder Klient selbst verantwortlich. Ebenso mache ich aus Erfahrung keine Investitions-Beratungen mehr. Zwar sind diese äußerst effektiv, aber ich möchte grundsätzlich keine Investitionen in Millionenhöhe verantworten oder von den Karten abhängig machen. Dazu ist ein Orakel und ich als seriöser wie kompetenter Berater nicht hier, um die Verantwortung Anderer abzunehmen.

Als Medium und Berater gebe ich lediglich meine Perspektive und die Perspektive der Karten wieder, welche ich zu einem bestimmten Thema befrage. Es obliegt jedem Einzelnen, wie und inwiefern er Erkenntnis für sich und sein Leben aus meinen Tarot Orakel Beratungen zieht. Ich bitte um Verständnis.

Wie lange dauert eine Tarot Orakel Beratung?

Die Dauer einer Orakel basierten Beratung ist individuell und von der Thematik abhängig. Ein durchschnittlicher Richtwert sind 30 Minuten bis 60 Minuten. Da ich im Austausch mit den Klienten berate, gehe ich gerne aus Wünsche zu einem bestimmten Teilaspekt der Legung oder einer Situation ein. Das bedeutet, das auf Wunsch des Klienten eine Verlängerung bis max. 2 Stunden möglich ist. Beim Preis orientiere ich mich hierbei am Stundensatz: 90 Minuten kosten dann 120 Euro; 2 Studen (120 Minuten) kosten 160 Euro.


Kosten für eine Tarot Orakel Beratung

am Telefon oder via Zoom = 80 Euro (60 Minuten)

schriftliche Beratung (via Mail) zu einer bestimmten Thematik = 50 Euro